Synopsis

Bilder einer Pandemie: Ein Busfahrer sitzt am Steuer und wartet aufs Grünlicht. Doch als er losfahren will, weiß er nicht wohin. Ein anderer Mann kauert am Boden, weil er nicht mehr weiß, wo er sich befindet. Eine geheimnisvolle Krankheit breitet sich unter den Menschen aus: spontane Amnesie. Der Gedächtnisverlust kann jeden treffen – ohne Vorwarnung. Auch Aris (Aris Servetalis) kann sich an sein bisheriges Leben nicht erinnern. Er bekommt aber eine Chance auf ein neues. Durch die Hilfe eines staatlichen Rehabilitationsprogramms wird ihm durch gewisse Übungen und Aufgaben eine neue Identität aufgebaut. Durch anachronistisch anmutende Kassetten bekommt Ari von seinen Therapeuten Aufgaben übermittelt, durch die er neue Erinnerungen schaffen soll. Neben Fahrradfahren, gehören der Gang ins Kino und das Küssen auch dazu. Dabei lernt Aris die ebenfalls behandelte Anna (Sofia Georgovasili) kennen. Regisseur Christos Nikou war der Regieassistent von Yorgos Lanthimos („The Lobster“; „The Killing of A Sacred Deer“; „The Favourite“, alle drei liefen bei 14 Films) und hat sich für seinen Debütfilm „Apples“ sehr stark vom visuellen Stil seines Regiekollegen inspirieren lassen. Aris Resozialisierungsprogramm ist geprägt von Slapstick und Deadpan-Humor. Der polnische Kameramann Bartosz Swiderski findet mal beklemmende, mal sehr warme Bilder für Aris Kampf um eine neue Identität. Eine Pandemie als Symbol für einen Neuanfang: Damit ist „Apples“ – trotz seiner traurig-melancholischen Grundierung – auch ein hoffnungsvoller Film, den wir gerade jetzt sehr gebrauchen können. Bei den Filmfestspielen von Venedig eröffnete „Apples“ die traditionsreiche Nebensektion Orizzonti.

Termine: Weitere Details finden Sie hier, sobald das Ende des Lockdowns bekannt gegeben wurde.

Credits

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OT: Mila
Regie: Christos Nikou
Drehbuch: Christos Nikou, Stavros Raptis
Produktionsland: Griechenland, Polen, Slowakei
Produktion: Boo Productions, Lava Films, Perfo Production, Dirty Films, Musou Music Group & NOVA; Ausführende Produzentin: Cate Blanchett
Cast: Aris Servetalis, Sofia Georgovasili, Anna Kalaitzidou, Argiris Bakirtzis
Länge: 91 min.
Sprache: griechische OF / englische UT
Deutscher Verleih: /
Festivals: Venedig, Telluride, Toronto, Zürich, Adelaide, Chicago, Tokyo, Sevilla, Stockholm, Philadelphia u.v.a.
Preise: Chicago, Slovene drei Preise

Offizieller Auslands-Oscar-Kandidat 2021 von Griechenland.