Synopsis

Die in Stockholm lebende Regisseurin Nathalie Álvarez Mesén stammt aus Costa Rica und nimmt uns in ihrem ausgezeichneten Debütfilm mit in eine entlegene Ecke ihrer Heimat. In einem Bergdorf begegnen wir der titelgebenden Hauptfigur Clara. Sie ist eine unnahbare, der Welt leicht entrückte Frau, deren Leidenschaft eher der Flora und Fauna gilt und weniger ihrer menschlichen Umwelt. Doch ihre Nachbarn wissen um Claras Wesen und rufen Sie, wenn jemand krank wird, denn Clara gilt als Heilerin. Forciert wird ihre Stellung im Dorf durch die herrische Mutter, die verhindern möchte, dass Clara selbst behandelt wird. Die junge Frau leidet an Skoliose. Ihre Wirbelsäule verdreht sich, die Lunge arbeitet nicht mehr korrekt. „Clara Sola“ besticht als herrliche und mysteriöse Variante eines Coming-of-Age Films, der sich stark über weibliche Sehnsüchte und Emanzipationsvorstellungen definiert. Claras Stellung im Dorf als eine Art Heilige und kultisch verehrte Person steht im fundamentalen Gegensatz zu ihrer irdischen Krankheit und ihren sehr konkreten körperlichen Sehnsüchten. Clara ist ein „reines“ Wesen mit ihren 40 Jahren. Doch als der junge Landarbeiter Santiago auftaucht, kann und will sie dieser Rolle nicht mehr gerecht werden. Magischer Realismus paaren sich hier vor der Kameralinsen der schwedischen Kamerafrau Sophie Winqvist mit der ewigen Schönheit der Natur Costa Ricas. Zusammengehalten wird der Film allerdings von der umwerfenden Performance der Hauptdarstellerin Maria Camila Arias, die als bekannte Tänzerin ihre Clara mit einer vereinnahmenden Körperlichkeit ausstattet. „Clara Sola“ ist der offizielle Oscar-Kandidat von Costa Rica.

Sonntag, 05.12.2021 – 19.15 Uhr, Kino in der KulturBrauerei, Saal 6

Montag, 06.12.2021 – 19:45 Uhr, Kino in der KulturBrauerei, Saal 5

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In Kooperation mit dem World Cinema Fund (WCF) der Berlinale

Credits

+++ Berlin-Premiere +++

OT:
Regie: Nathalie Álvarez Mesén
Drehbuch: Nathalie Álvarez Mesén
Produktionsland: Schweden, Costa Rica, Belgien, Deutschland, USA 2021
Produktion: Hobab Stockholm, Pacífica Grey, Need Productions, Laïdak Films, WCF
Cast: Ana Julia Porras Espinoza, Daniel Castañeda Rincón, Flor María Vargas Chaves
Länge: 106 min.
Sprache: costa-ricanische OF / englische UT
Deutscher Verleih: /
Festivals: Cannes Quinzaine, Vancouver, Reykjavik, London, Hamptons, El Gouna, Stockholm
Preise: Nashville, Palm Springs, Reykjavik

Offizieller Auslands-Oscar-Kandidat 2022 von Costa Rica