Synopsis

Amador (Amador Arias) verlässt nach zwei Jahren das Gefängnis. Er steigt in den Bus und fährt zu seiner Mutter Benedicta (Benedicta Sanchez), zurück in sein galizisches Heimatdorf. In Einklang mit der Natur leben sie recht abgeschieden von der restlichen Bevölkerung. Manchmal geht Amador mit dem Hund raus, dann erntet er böse Blicke. Was er angestellt hat, wird allerdings nicht benannt. Aber es kursiert das Gerücht, er wäre der Feuerteufel gewesen, der einen der schlimmsten Waldbrände der Gegend verursacht hat. Als der Frühling beginnt, erscheint im Dorf eine neue, junge Tierärztin. Durch ihre Anwesenheit rückt Amador wieder stärker in den Dorfalltag. Doch dann kommt der Sommer und mit ihm erneut die Waldbrände … Oliver Laxe erzählt in seinem dritten Spielfilm von der Notwendigkeit des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur. Dabei überträgt er die Regeln eines gelungenen Ökosystems auch auf das Zusammenleben der Dorfbewohner untereinander. Der wahre Rhythmusgeber der Geschichte ist allerdings die hügelige Landschaft Galiziens. Sie formt das Verhalten der Menschen und schnitzt tiefen Furchen in ihre Gesichter. Auch für diese Leistung gewann Olivier Laxe mit „Fire Will Come“ dieses Jahr in Cannes den Jurypreis der wichtigsten Nebenreihe des Festivals, Un Certain Regard. Eine weitsichtige, kluge Entscheidung, denn Laxes Stil biedert sich mit seiner ganzen Gelassenheit und Genauigkeit nicht gerade an. Wie er in „Fire Will Come“ die bedrohliche Ewigkeit der Wälder mit all ihrem heimlichen Wissen in Szene setzt, gehört zur eigenwilligsten Kinoerfahrung der diesjährigen Festivalsaison.

Dienstag, 26.11.2019 – 19.45 Uhr, Saal 8 (präsentiert von Franz Müller)
Mittwoch, 27.11.2019 – 21:45 Uhr, Saal 8
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Credits

+++ Berlin-Premiere +++

OT: O que arde
Regie: Oliver Laxe
Drehbuch: Santiago Fillol, Oliver Laxe
Produktionsland: Spanien, Frankreich, Luxemburg 2019
Produktion: Miramemira, 4 A 4 Productions, Kowalski Films, Tarantula Luxembourg
Cast: Amador Arias, Benedicta Sánchez, Inazio Abrao, Elena Fernandez, David de Poso, Alvaro de Bazal
Länge: 85 min.
Sprache: spanische OF / englische UT
Deutscher Verleih: /
Festivals: Cannes, Toronto, San Sebastián, New York, London, Karlovy Vary, Busan, Tokyo, Viennale, Thessaloniki u.v.a.
Preise: Cannes Un Certain Regard Jury Preis, Thessaloniki Bester Film, Bester Schauspieler