Synopsis

Hochsommer in der Mecklenburgischen Provinz. Fünf Häuser, eine Bushaltestelle, Kühe und ringsum nichts als Felder. Christin, 24, (Saskia Rosendahl) lebt auf dem Bauernhof ihres langjährigen Freundes Jan, 25 (Rick Okon). Die Aufbruchsstimmung der Nachwendejahre, die ihre Kindheit prägten, ist längst dahin und auch in ihrer Beziehung gibt es schon lange keine Liebe mehr. Ihr Vater säuft. Den Kirsch hat auch Christin immer griffbereit unterm Autositz. Unter der flirrenden Hitze des Sommers scheint die Zeit stillzustehen. Da taucht Windkraftingenieur Klaus, 46, (Godehard Giese) aus Hamburg auf, und die Welt beginnt sich wieder zu drehen. (Prokino) Regisseurin Sabrina Sarabi („Prélude“) hat für ihren zweiten Spielfilm den gleichnamigen Roman von Alina Herbing beeindruckend für die große Leinwand adaptiert. Gemeinsam mit ihrer wunderbar widerspenstigen Hauptfigur erkundet sie die Tristesse einer Jugend in der Provinz, die sich in energischen Übersprungshandlungen immer wieder entlädt. Dabei wird die Landschaft zur stummen Zuschauerin eines wilden Befreiungsversuchs, denn Christin erfindet sich neu, und dabei wird sie ihre Umwelt auf den Kopf stellen müssen. Regisseurin Sarabi betrachtet diese Prozesse ohne den Anflug von Landleben-Kitsch oder Provinz-Romantik. Ihre Filmsprache ist präzise und glasklar und verleiht Christins Geschichte phasenweise den Anstrich eines Westerns. Für das deutsche Kino ist das alles andere als selbstverständlich. „Niemand ist bei den Kälbern“ feierte Premiere auf dem Locarno Film Festival, wo Saskia Rosendahl als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde.

Donnerstag, 09.12.2021 – 19.15 Uhr, Kino in der KulturBrauerei, Saal 6 – präsentiert von Aelrun Goette

Freitag, 10.12.2021 – 19.15 Uhr, delphi LUX, Saal 4

>>> TICKETS

Mit freundlicher Unterstützung der Agentur Fitz+Skoglund Agents

Logo_FS_MZ_RGB_NEU_2

Credits

+++ Berlin-Premiere +++

OT: Niemand ist bei den Kälbern
Regie: Sabrina Sarabi
Drehbuch: Alina Herbing, Sabrina Sarabi
Produktionsland: Deutschland 2021
Produktion: Weydemann Bros.
Cast: Saskia Rosendahl, Rick Okon, Enno Trebs, Elisa Schlott, Godehard Giese, Andreas Döhler
Länge: 116 min.
Sprache: deutsche OF / englische UT
Deutscher Verleih: Filmwelt
Festivals: Locarno, Hamburg
Preise: Locarno Cineasti del Presente Beste Schauspielerin, Hamburg Produzentenpreis