Synopsis

Julie weiß nicht, was sie will. Die Studentin wechselt die Fächer und Fachrichtungen wie andere ihre Socken. Irgendwann lernt sie den älteren Comiczeichner Aksel kennen. Die Liebe zwischen den beiden ist zunächst groß, konfrontiert Julie aber recht schnell mit Erwartungen, die sie nicht erfüllen möchte. Und während die Beziehung zu Aksel vor sich hinkriselt sucht Julie weiter nach dem Sinn ihres Lebens und lässt ganz nebenbei in Oslo magisch die Zeit stehen. Regisseur Joachim Trier („Oslo, 31. August“, bei 14 FILMS 2011, „Reprise”) beendet seine Oslo-Trilogie. Ihm ist damit ein sensationell genauer Blick auf moderne Beziehungen im Spiegel tagesaktueller Debatten gelungen. In zwölf Kapiteln umkreist der Film Julies Leben und betrachtet ihr Zögern und Zaudern mit einer Gesellschaft, die sich gerade neu justiert. Das Patriarchat zerbröselt, Sichtbarkeiten werden eingefordert und der Klimawandel muss gestoppt werden. Welche Rolle hat eine Beziehung in so einer Welt? Ist sie egoistisch oder der letzte Hafen? Durch solche Fragen entwickelt Trier eine hochpräzise und aufregende Millennial-Soziologie, die mehr zu fassen bekommt als viele gehypte Generationen-Romane. Schauspielerin Renate Reinsve (Isabelle Huppert empfahl sie Trier, nachdem sie Reinsve in Oslo in einer Inszenierung von Robert Wilson sah) wurde für ihre Performance als Julie in Cannes mit dem Preis für die beste Darstellerin geehrt – und wurde so über Nacht zu einem wahren Shooting Star des europäischen Kinos. Norwegens offizieller Oscar-Kandidat.

Donnerstag, 02.12.2021 – 19.30 Uhr, Kino in der KulturBrauerei, Saal 3 – präsentiert von Edward Berger

Freitag, 03.12.2021 – 19.00 Uhr, delphi LUX, Saal 4

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Mit freundlicher Unterstützung der Agentur Heppeler

Credits

+++ Deutschland-Premiere +++

OT: Verdens verste menneske
Regie: Joachim Trier
Drehbuch: Eskil Vogt, Joachim Trier
Produktionsland: Norwegen, Frankreich, Schweden, Dänemark 2021
Produktion: Oslo Pictures, mk Productions, Film i Väst, B-reel, Snowglobe, Arte France
Cast: Renate Reinsve, Anders Danielsen Lie, Herbert Nordrum
Länge: 127 min.
Sprache: norwegische OF / englische UT
Deutscher Verleih: Koch Media
Festivals: Cannes, Karlovy Vary, Jerusalem,Toronto, New York, Zürich, London, Busan
Preise: Cannes Beste Schauspielerin, Festival Manaki Brothers

Nominiert für die European Film Awards 2021 (Europäische Schauspielerin, Europäisches Drehbuch)

Offizieller Auslands-Oscar-Kandidat 2022 von Norwegen