Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben

Apichatpong Weerasethakul

/, Thailand/Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben
Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben2018-11-02T11:17:54+00:00

Synopsis

Onkel Boonmee hat ein kleines Haus im thailändischen Dschungel, er züchtet Bienen und leidet an Nierenversagen. Er hat sich zurückgezogen mit seiner Schwester und einem Pfleger. Doch dann geschehen seltsame Dinge. Erst erscheint ihm seine tote Frau und dann noch sein verschollener Sohn als düsteres Urwaldwesen. Dann erinnert sich Onkel Boonmee an seine früheren Leben und der Film gleitet vollends in eine betörend meditative Geisterwelt ab, in der Affenwesen existieren und legendäre Königinnen von wilden Welsen begattet werden. Eine Welt, in der Reinkarnationen und Gespenster unter den Lebenden wandeln. Mit diesen Bildern gelang dem thailändischen Installationskünstler und Regisseur der Durchbruch in der Filmwelt. Er gewann dafür die Goldene Palme von Cannes. Weerasethakuls Kino öffnet uns die Augen für das Unsichtbare, für Welten und Legenden, die sich aus dem Verborgenen an uns heranschleichen. Es macht uns sensibel für die geheimnisvollen Momente unseres Alltags. Kino als Grenzerfahrung von Diesseits und Jenseits, von Fremdheit und Mediation. Oder wie es der leider viel zu früh verstorbene Kritiker Michael Althen in der FAZ schrieb: „Am Ende fühlt man sich jedenfalls so, als sei man in einen Traum versunken gewesen, aus dem man nur langsam wieder auftaucht.“ (Patrick Wellinski) Der Film wird mit einer 35mm-Kopie gezeigt!

Sonntag, 25.11.2018 – 12.00 Uhr, Saal 4 (präsentiert von Vincenzo Bugno)
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In Kooperation mit dem World Cinema Fund (WCF) der Berlinale

Credits

+++ Matinee +++

Regie: Apichatpong Weerasethakul
Drehbuch: Apichatpong Weerasethakul
OT: Lung Boonmee raluek chat
Produktionsland: Thailand, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien 2010
Produktion: Simon Field, Keith Griffiths, Apichatpong Weerasethakul
Cast: Jenjira Pongpas, Sakda Kaewbuadee, Natthakarn Aphaiwonk, Thanapat Saisaymar
Format: 35mm / Farbe
Länge: 114 min.
Sprache: thai OF / deutsche UT
Festivals: Cannes, Toronto, Rio, New York, Sitges, London, Tokyo, Tallinn, Jakarta, Dubai u.v.a.
Preise: Cannes Goldene Palme 2010, mehr als zehn weitere Preise