Synopsis

Eigentlich soll es ein glücklicher Tag werden: Die jungen Eltern Sakina und Alnoor bereiten die Taufe ihres Sohnes Muzamil vor. Doch während des Rituals fällt ein Diener des lokalen Scheichs in Ohnmacht. Das schlechte Omen wird von allen gleich gedeutet: Muzamil, das getaufte Kind, wird bereits mit 20 Jahren sterben. Es ist ein Schock für die Familie. Die Mutter trauert sofort um ihr noch lebendes Kind. Ein Verhalten, das der Vater nicht aushält. Er geht ins äthiopische Exil, um zu arbeiten. Jahre vergehen, und Muzamil wird größer, ohne dass seine Mutter ihn mit der Außenwelt in Kontakt treten lässt. Der Junge, ständig konfrontiert mit dem drohenden Tod, wird aber immer neugieriger auf die Welt. Erst als der Imam ihm erlaubt, eine Koranschule zu besuchen, erfährt Muzamil was es bedeutet zu leben … Ein entzückendes und auch sehr reifes Debüt des sudanesischen Regisseurs Amjad Abu Alala. Der Film überrascht durch seine Leichtigkeit und Märchenhaftigkeit. Von den Kostümen über die tollen und natürlich agierenden Darsteller bis hin zum wunderbaren Spagat zwischen allgemeingültiger Fabel und sudanesischem Sittengemälde navigiert „You Will Die At Twenty“ lustvoll über alle Klippen klassischen Kinoerzählens. Ein Grund, weshalb der Film auf den Festivals von Venedig und Toronto mit Preisen überhäuft wurde.

Sonntag, 24.11.2019 – 21.15 Uhr, Saal 6 (präsentiert von Vincenzo Bugno) – in Anwesenheit von Regisseur Amjad Abu Alala und Schauspieler Mustafa Shehata
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In Kooperation mit dem World Cinema Fund (WCF) der Berlinale

Credits

+++ Berlin-Premiere +++

OT:
Regie: Amjad Abu Alala
Drehbuch: Amjad Abu Alala, Yousef Ibrahim
Produktionsland: Sudan, Frankreich, Ägypten, Deutschland, Norwegen, Katar 2019
Produktion: Andolfi, Transit Films, Duofilm, Die Gesellschaft DGS, Station Films, Film Clinic
Cast: Mustafa Shehata, Islam Mubarak, Mahmoud Elsaraj, Bunna Khalid, Talal Afifi, Amal Mustafa
Länge: 102 min.
Sprache: arabische OF / englische UT
Deutscher Verleih: /
Festivals: Venedig, Toronto, El Gouna, Hamburg, Busan u.a.
Preise: Venedig Bester Debütfilm, El Gouna Best Arabic Film, Hamburg Produzentenpreis