Rojo2018-11-02T11:14:01+00:00

Synopsis

1975 steht Argentinien kurz vor der Militärdiktatur. In den großen Städten herrscht mittlerweile Chaos. Der Anwalt Claudio wohnt und arbeitet aber auf dem Land und geht den Turbulenzen der Zeitgeschichte so gut es geht aus dem Weg. Doch eines Tages kommt ein Fremder in die Gegend und provoziert ihn. Claudio probiert den seltsamen Konflikt anfangs noch elegant zu umschiffen. Doch eines Abends eskaliert die Situation. Was nun folgt könnte in seiner schwarzhumorigen Tonlage direkt aus dem Kosmos der Coen-Brüder stammen. Schlag auf Schlag entladen sich die moralische Konflikte und Lebenslügen der Figuren. Rojo von Benjamín Naishtat (zuletzt mit seinen Filmen zu Gast in Berlin, Locarno und Cannes) funktioniert sowohl als bitterböse Satire als auch als Dekonstruktion bürgerlicher Gewissheiten und Überheblichkeiten. Ein weiterer Beweis für die Frische und Kreativität des aktuellen argentinischen Kinos und ein tolles Beispiel für einen klugen und unterhaltsamen historischen Kriminalfilm. Ein Kino, das man sich in dieser Qualität auch viel häufiger aus Deutschland wünschen würde. Beim Filmfestival in San Sebastian erhielt Rojo gleich drei Auszeichnungen. Neben dem Preis für die Beste Regie gab es auch noch die Preise für die beste Kamera und den besten männlichen Darsteller. (Patrick Wellinski)

Sonntag, 25.11.2018 – 21.30 Uhr, Saal 8 (präsentiert von Vincenzo Bugno)
Dienstag, 27.11.2018 – 21:30 Uhr, Saal 8
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In Kooperation mit dem World Cinema Fund (WCF) der Berlinale und der Unterstützung des Goethe-Instituts

    

Credits

+++ Berlin-Premiere +++

Regie: Benjamín Naishtat
Drehbuch: Benjamín Naishtat
OT: Rojo
Produktionsland: Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Niederlande 2018
Produktion: Pucará Cine, Ecce Films, Sutor Kolonko, Viking Film, Desvia, Bord Cadre Films
Cast: Darío Grandinetti, Andrea Frigerio, Alfredo Castro, Diego Cremonesi
Format: DCP / Farbe
Länge: 100 min.
Sprache: spanische OF / englische UT
Deutscher Verleih: /
Festivals: Toronto, San Sebastián, Haifa, Köln, Hamburg, Kopenhagen PIX u.a.
Preise: San Sebastián Beste Regie, Bester Hauptdarsteller und Beste Kamera u.a.