Willkommen!

Die 18. Ausgabe von AROUND THE WORLD IN 14 FILMS fand vom 1. bis 9. Dezember 2023 im Kino in der KulturBrauerei sowie in den Kinos delphi LUX, Neues Off und Rollberg statt. Vom 11.–16. Dezember 2023 war das Festival erstmalig zu Gast in den Münchner City Kinos. Vom 17.–21. Januar 2024 ist eine Pop-up-Version auf Schloss Elmau, Bayern, zu erleben.

Über Neuigkeiten informieren wir regelmäßig auf „Aktuelles“. Wir freuen uns!

Das Team von AROUND THE WORLD IN 14 FILMS

Auf einen Blick: Programm 2023 – eine cineastische Weltreise in 14 & 9 Stationen


Grußwort

Bernhard Karl und Susanne Bieger                      © Marina Zincovitch Botelho

Liebe Filmfreundinnen und Filmfreunde,

herzlich willkommen zu unserer 18. Kino-Weltreise bei Around the World in 14 Films! Unsere wunderschönen Kinos in der Kulturbrauerei und der Yorck-Gruppe (Delphi Lux, Neues Off und Rollberg) feiern in den nächsten neun Tagen das Weltkino von Argentinien bis Australien, von Kongo bis in die Mongolei. Ein wie immer subjektives „Best of“ 2023 der Festivals von Sundance, Cannes, Locarno, Venedig, Telluride und San Sebastián. 2023, das heißt: Neun Regisseurinnen und fünf Regisseure in unserem Wettbewerb der 14 Filme, eine Deutschland-Premiere, Specials zum asiatischen Kino, zwei Hommagen sowie die Eröffnung und der Abschluss. Wir sind stolz auf unsere fünfte Kooperation mit der Berlinale und zeigen ein weiteres Mal eine Filmauswahl des Jahres des „World Cinema Fund“ aus fünf unterschiedlichen Teilen der Welt. Dazu vergeben wir zum dritten Mal den BASIS BERLIN POSTPRODUCTION PREIS für Beste Regie. Unser ganz besonderer Dank gilt unserem treuen Hauptsponsoren AUDI City Berlin, ARTE, der CineStar-Gruppe und KWK (Karl Wilhelm Kayser). Tausend Dank auch allen Partnern, Unterstützern und unserem fantastischen Team. Wir freuen uns auf ein unvergessliches Live-Erlebnis des internationalen Weltkinos!

Bernhard Karl & Susanne Bieger
Festivalleitung


Bernhard Karl im Interview

Highlights und Herausforderungen 2023

Kannst Du uns mehr über den Eröffnungsfilm „La Chimera“ von Alice Rohrwacher erzählen? Was macht ihn Deiner Meinung nach zur perfekten Wahl für die 18. Ausgabe des Festivals?

„La Chimera“ von Alice Rohrwacher ist für uns der wirklich perfekte Eröffnungsfilm. Alice Rohrwacher ist eine ganz wunderbare, sehr unabhängige Künstlerin, und sie taucht mit ihren Arbeiten tief in die Geschichte(n) des alten Europa ein. Mythen, Historie, Schauspiel, das Kino und eine unverwechselbar eigene Poesie prägen ihr liebevolles, visuelles Autorinnenkino.

„All of Us Strangers“ von Andrew Haigh ist der Abschlussfilm des Festivals. Was kannst Du uns über diese „surreale Romanze“ und das Telluride Film Festival erzählen?

Andrew Haigh ist einer der sensibelsten Geschichtenerzähler des zeitgenössischen Kinos. Egal, ob er mit „Weekend“ das Subgenre des Mumblecore sanft queert oder in „45 Years“ und „Lean on Pete“ Freiheitsdrang und Lebensläufe in subtile Melodramen verwandelt, erzählen seine Filme mit präzisen Figurenzeichnungen immer von der Suche nach Erlösung. Das gilt auch für „All of Us Strangers“, mit dem Haigh den japanischen Roman „Sommer mit Fremden“ von Taichi Yamada verfilmt. Telluride war, wie auch wir, mehr als begeistert.

Kannst Du uns mehr über die Schwerpunkte und Ziele des diesjährigen 18. Weltkinofestivals „Around the world in 14 Films“ erzählen?

Unser Festival setzt sich aus mehreren signifikanten inhaltlichen Leitlinien zusammen. Das unabhängige Weltkino aus nicht unbedingt zentralen und politisch angespannten Filmnationen Asiens und des globalen Südens, das Kino von Frauen, herausragende Entdeckungen junger RegisseurInnen rund um die Welt und prägende neue Schüsselwerke des Filmjahres großer RegisseurInnen in allen formalen und künstlerischen Facetten von episch langen Arthouse-Werken über besondere Dokumentationen bis zum Animationsfilm.

Welche Kriterien hast Du bei der gesamten Programmauswahl der 14 Filme für den Wettbewerb des Festivals angewendet?

Entdeckungen von vorrangig jungen, z. T. völlig unbekannten Filmautor*innen mit eigener spannender Handschrift von Lateinamerika bis Australien.

Gibt es spezielle Schwerpunkte oder Trends im aktuellen Weltkino, die in den ausgewählten Filmen hervorgehoben werden?

Wenn man das thematisch Gemeinsame sucht, kann man, sicher auch als Folge der weltweiten Corona-Quarantäne-Situationen, eine Konzentration auf das Familiäre und Private beobachten.

Du bist auch Programmer des Filmfest München und giltst als der Experte des internationalen Terrains. Durch die Fülle an Filmen hast Du manchmal Angst, dass Dir eine Perle entgeht?

Ja, immer! Deshalb guck ich ja so viel. Man lauert ständig … (smiley) … und wird ständig dabei überrascht!

Welche Herausforderungen hattet ihr bei der Organisation des Festivals in diesem Jahr?

Den Verlust von 25.000 Euro Festivalförderung des Auswärtigen Amtes, den wir über intensive und wunderbar freundschaftliche und wohlwollende Gespräche mit unseren bestehenden Hauptsponsoren um mehr als zwei Drittel kompensieren konnten. Sonst gäbe es uns jetzt wohl nicht mehr.

Kannst Du uns weitere Details zur 18. Ausgabe von „Around the world in 14 Films“ geben? Was können die Zuschauer*innen in diesem Jahr neben dem Programm erwarten?

Ich bin selbst überrascht über die Fülle an brillanten Filmen, die wir gefunden haben. Eine echte Weltauswahl, auch aus Ländern wie Argentinien, das ein magisches Jahr 2023 hatte, Kongo, Tunesien, Litauen, Georgien, Jordanien, Malaysia und Vietnam!

Wie viele Menschen arbeiten Backstage beim Festival?

Etwa 15 engagierte und passionierte, wundervoll inspirierende Menschen.

Zur Spielstätte: Wo seid Ihr dieses Jahr zu Hause und wie wichtig ist für Dich das Kino als Raum?

Wir sind in Berlin wieder in den herrlichen Kinos von Cinestar in der KulturBrauerei und den Yorck-Kinos Delphi Lux, Neues Off und Rollberg, und neu, danach auch in München in den City Kinos Atelier für fünf Tage zwischen 11. und 16. Dezember mit dem gesamten Programm. Im Januar wird es sogar on top noch ein Pop-Up des Festivals im Schloss Elmau geben. Wir wachsen weiter! Das Kino ist unsere Kirche, es gibt keinen adäquaten Ersatz dafür zuhause auf dem Sofa!

Magst Du noch mal das Paten-Konzept erläutern?

Kino braucht mehr denn je Vermittlung, Kommunikation, Event, Ereignis. Einen Film alleine kann man tatsächlich auch mal zuhause im ggf. selbst gebastelten Heimkino mit Leinwand genießen. Die Kommunikation und Diskussion durch Künstler*innen ist unsere Festival-DNA.

Last but not least: Herzlichen Glückwunsch zur Volljährigkeit. Die Pubertät mit Corona war sicherlich nicht leicht, aber was zieht Dich hoch, wenn mal nicht alles so glatt läuft?

Die Erinnerung daran, dass vor 18 Jahren so niemand diese Idee hatte und niemand mit dem Festival so gerechnet hatte. Und, dass es jetzt von der Festivallandschaft nicht mehr wegzudenken ist.

Interview veröffentlicht am 24. November 2023 bei „Casting Network“.

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Mit freundlicher Genehmigung von Casting Network


 

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